22.Februar bis 24.Februar 2024

 
 

Kestert

 
Über Kurzurlaub haben wir mal wieder ein Wochenendurlaub gebucht. Diesmal geht es nach Kestert am Rhein, Hotel Krone.
                   
  Unser Reisebär, Baerti, musste natürlich auch mit. Unser Zimmer hatte einen Balkon mit Rheinblick. Aufgrund des Wetters konnten wir diesen leider nicht richtig nutzen.
 
Am Abend sind wir mit einem leckeren Essen und Getränken verwöhnt worden. Unser Arrangement enthielt Getränke zwischen 17 und 21 Uhr.
Weiterhin war in unserem gebuchten Paket ein kostenfreies VRM-Gästeticket enthalten. Dieses haben wir am Samstag genutzt und sind mit der Bahn nach Koblenz gefahren.
   
Mit dem Schrägaufzug ging es hinauf zur Festung Ehrenbreitstein. Der Schrägaufzug ersetzt seit 2011 die frühere Sesselbahn. Der Höhenunterschied von 94 Metern wird in rund 3 Minuten überwunden. 25 Personen finden in der Kabine Platz. Mit einem gültigen VRM-Ticket ist die Nutzung kostenfrei.
Von hier oben hat man eine schöne Aussicht auf Koblenz mit dem deutschen Dreieck. Bei klarem Wetter ist die Aussicht bestimmt noch viel schöner und auch weiter.
     
           
       
Die Festung thront ca. 118 Meter über dem Rhein und der Mosel. Bereits vor über 3000 Jahren wurde diese Höhenlage besiedelt und befestigt. Die heutige Festung wurde zwischen 1817 und 1828 unter preußischer Leitung erbaut. Heute ist sie Eigentum des Landes Rheinland-Pfalz. Hier sind hier u.a. das Landesmuseum Koblenz, eine Jugendherberge und verschiedene Verwaltungsgebäude untergebracht.
   
Die Anlage ist schon gigantisch.  
   
   
  In der Festungsanlage herrschte eine strenge militärische Disziplin. Wer hiergegen verstoßen hat, kam drei Tage in den strengen Arrest, eine Einzelzelle ohne Pritsche und Fenster, bei Brot und Wasser. Danach folgte ein Tag im „gelinden Arrest“. Je nach Urteil folgte dann nochmals der strenge Arrest.
 
Auf der Festungsanlage befindet sich auch eine Dauerausstellung zum Weinbau und Genuss des Weines aus dieser Region. Hier ist eine Weinpresse, die zur traditionellen Weinherstellung genutzt wurde.
 
     
Nach 1945 wurden Teile der Festung auch als Wohnquartier genutzt. Gemüse wurde angebaut und Kleinvieh wurde zur Selbstversorgung gehalten.
     
         
     
Zur Bundesgartenschau 2011 wurde die Seilbahn in Koblenz gebaut. Sie verbindet die Rheinanlagen am Deutschen Eck mit der Festung Ehrenbreitstein. Sie wurde im Juli 2010 eröffnet. Auf einer Länge von 890 Metern überwindet sie einen Höhenunterschied von 112 Metern in 4-5 Minuten. Diese Anlage ist die größte Seilbahn nördlich der Alpen.
   
Aber wir haben für die Runterfahrt auch wieder den Schrägaufzug genutzt.
 
Nachdem wir mit der Bahn wieder zurück zum Hotel gefahren sind, wurden wir mit einem schmackhaften Abendessen verwöhnt.
       
     
Am Sonntag sind wir als erstes zum Kultur- und Landschaftspark Loreley gefahren. Der Park wurde so entwickelt, dass er Ruhe, Mythos und die Dramatik des Rheintals erlebbar macht. An verschiedenen Stationen können die kulturgeschichtlichen Spuren, geologische Besonderheiten und die Loreley-Sage nachvollzogen werden. An den Aussichtspunkten hat man einen sagenhaften Blick auf den Rhein und das Umland.
         
Die neue Bronzeskulptur wurde im April 2023 auf dem Loreleyfelsen aufgestellt. Die Figur ist ca. 2,20 Meter hoch und zeigt eine auf einem Felsen sitzende leicht bekleidete langhaarige junge Frau.
     
Ein Blick auf den Rhein zeigt hier, wie scharf und eng hier die Kurven des Rheinlaufes sind. In diesem Abschnitt ist bei starker Strömung die Schifffahrt immer noch sehr gefährlich.
         
An verschiedenen Stellen kann man sich ein Bild von der Struktur des Schiefergebirges machen. An der höchsten Stelle ragt die Schieferfelswand bis zu 193 Meter über NN.
 
Einen weiteren Zwischenstopp legten wir in Eltville am Rhein ein. Das kleine Städtchen hat eine sehr schone Rheinuferpromenade. In der Altstadt sind zahlreiche historische Bauwerke.
       
     
Der Sebastiansturm wurde in der ersten Hälfte des 14.Jahrhunderts im Zuge der Stadtbefestigung errichtet. Kurz zuvor erhielt Eltville die Stadtrechte. Der Turm steht unmittelbar am Rheinufer und bildet den südwestlichen Eckpunkt der historischen Wehranlage. Der Wehrturm verdankt seinen Namen dem heiligen Sebastian. Nach der Pestepidemie von 1666/67 wurde eine Figur aufgestellt und er wurde zum Stadtpatron erhoben. Eine Kopie der Figur steht in einer Mauernische des Turms.
  Das Biedermeierpaares ist eine kleine auffallende Skulptur am Fuße der Kurfürstlichen Burg Eltville. Sie steht inmitten von Rosenbeeten und in der Nähe zum Rhein. Die Figurengruppe zeigt einen elegant gekleideten Herrn und eine Dame aus der Biedermeierzeit, 1815 bis 1848. Eltville pflegt die Tradition der Biedermeierzeit. Anfang Juli findet das jährliche Sekt- und Biedermeierfest statt.
                   
Die Kurfürstliche Burg Eltville ist das Wahrzeichen der Stadt. Ursprünglich stand hier eine ältere Turmburg, die 1301 im Zollkrieg zerstört wurde. 1330 wurde die Burg neu erbaut. Sie diente als Stadtburg und war Sitz des Mainzer Kurfürsten. Die damalige Burg ist heute noch weitgehend erhalten. Heute dient die Burg u.a. als Kulturzentrum der Stadt. Zahlreiche Konzerte, Lesungen und Ausstellungen finden hier statt.
 
Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul entstand ab dem Jahre 1305. Bei Grabungen fand man Reste von der Vorgängerkirche aus dem 12.Jahrhundert. Der mächtige Westturm stammt aus dem 15.Jahrhundert und ist weit über die Stadtgrenze sichtbar.
Der Entenbrunnen ist ein kleiner, stimmungsvoller Platz in der historischen Altstadt. Die Rheinpromenade ist nur wenige Schritte entfernt. Der Brunnen ist umgeben von historischen Fachwerkhäusern, kleinen Geschäften und Kaffees.
 
Eines der ältesten erhaltenen Gebäude in Eltville ist die Burg Crass. Die Ursprünge gehen bis ins 11.Jahrhundert zurück. Teile des Bauholzes sollen aus dem Jahr 1096 stammen. Die Burg Crass wurde 1332 außerhalb der Stadtmauer erbaut. Über die Jahrhunderte wurde sie mehrfach beschädigt und immer wieder auf- und umgebaut. Heute ist sie aufgrund der historischen Atmosphäre und dem Rheinblick eine Eventlocation.
         
Der Stadtturm wurde ab 1332 mit der Stadtmauer errichtet. Der Stadtturm war Teil des Sülztores, dass die Stadt nach Osten hin sicherte. Er war Bestandteil des rechteckigen Mauerrings mit Wehrgang und Schalentürmen. Im 19.Jahrhundert wurde er umgestaltet. 2013 wurde er letztmalig umfangreich restauriert. Heute dient er als Tagungs-, Ausstellungs- und Begegnungsort.
         
     
Über den Schriftzug Matheus Müller sind wir etwas stutzig geworden. Was verbirgt sich dahinter?? Es ist die Rheinfront der Sektkellerei MM in Eltville am Rhein. Matheus Müller war, mit einer der ersten, der deutschen Sekt hergestellt hat. Bereits nach 8 Jahren, 1845, wurden über 300.000 Flaschen verkauft. Im Jahre 2002 übernimmt die Sektkellerei Rotkäppchen die Matheus Müller Sektkellerei.
                 
Bevor wir nach Hause gefahren sind, haben wir noch am Schloss Biebrich angehalten. Ursprünglich ließ der Fürst von Nassau-Idstein hier ein schlichtes Gartenhäuschen erbauen. Wegen der guten Lage am Rhein wurde aus dem kleinen Gartenhaus zwischen 1700 und 1750 eine dreiflügige Barockanlage.
                 
   
  Einige Bilder vom Schloss
   
 
Im 19.Jahrhundert wurde der langgestreckte Schlosspark zu einem englischen Landschaftsgarten umgestaltet. Der ursprüngliche See im südwestlichen Teil des Parks wurde zugeschüttet. Hier findet heute das jährliche Pfingst-Reittunier statt. Durch den Park fließt der Mosbach und mündet in den Oberrhein. Im Schlosspark haben sich mehrere Papageien angesiedelt. Der Park ist kostenfrei zugänglich.
 
Nach anfänglichen witterungsbedingten Startschwierigkeiten hatten wir doch noch ein richtig schönes und abwechslungsreiches Wochenende und haben einiges zu sehen bekommen.