05.April bis 07.April 2024

 
 

Winterberg

 
Dieses Wochenende haben wir unser Hotel über Rewe-Reisen „Clever-Tours“ gebucht. Wir mussten doch mal, den dort angepriesenen Deal15, ausprobieren. Für bestimmte Reisezeiträume gibt es einen 15%tigen Rabatt auf die Buchung. Gelesen – überlegt – gebucht, und es hat funktioniert. Also geht es jetzt nach Winterberg. Am Freitagvormittag ging es los.
             
  Nach rund einer Stunde Fahrzeit machten wir einen Zwischenstopp in Marburg. Marburg soll eine der schönsten, historischen Städte in Hessen sein. Die Stadt verbindet Geschichte, studentisches Leben und wunderschöne Architektur auf engem Raum.
 
Die alte Universität Marburg wurde 1527 als Philipps-Universität gegründet. Sie ist die älteste protestantische Universität der Welt. Marburg wurde wegen der Schlossbibliothek und des Hofgerichtes als Standort gewählt. Heute sind im gesamten Stadtgebiet moderne Uni-Gebäude verteilt. In dem ursprünglichen Unigebäude mit der Aula von 1891 und dem historischen Hörsaal finden heute noch Vorlesungen statt.
     
Das heutige Rathaus von Marburg wurde zwischen 1512 und 1527 erbaut. Um den Bauplatz am Markt zu schaffen, mussten mehrere Häuser abgerissen werden. 1528 wurde die erste Uhr am Rathaus angebracht. 1581 wurde der Treppenvorbau mit einem reichlich verzierten Giebel versehen. Heute ist das Rathaus Sitz der Verwaltungsspitzen. Im Rahmen der Altstadtführung kann ein Teil des alten Rathauses besichtigt werden.
   
Dieses Fachwerkhaus wurde 1911 neu erbaut. In dieser Zeit sind verschiedene Gebäude, die saniert werden sollten, abgerissen und neu erbaut worden. Nach dem Neubau wurde das Gebäude als Metzgerei genutzt. Obwohl in unmittelbarer Nachbarschaft ältere Fachwerk- und Steinhäuser stehen, fügt es sich sehr gut in das historische Stadtbild ein.
   
Das steinerne Haus ist eines der ältesten erhaltenen Wohngebäude in Marburg. Es wurde nach dem großen Stadtbrand von 1319 gebaut. Der gotische Sandsteinbau war damals außergewöhnlich, da Marburg ausschließlich aus Fachwerkhäusern bestand. Auffallend ist der Treppengiebel und der mittelalterliche Aborterker, ein Luxus im 14.Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten hatten bedeutende Patrizierfamilien, landgräfliche Beamte und Professoren der Universität hier ihren Wohnsitz. Im historischen Keller befindet sich heute eine Studentenkneipe.
   
   
Ein paar historische Gebäude  
   
   
Die Lutherkirche in Marburg ist die älteste Pfarrkirche in der Stadt. Bereits 1222 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt. 1227 wurden ihr die Pfarrrechte durch den Landgrafen verliehen. Die heutige Kirche erhielt ihr Aussehen durch verschiedene Bauabschnitte in den vergangenen Jahrhunderten. Die 1473 fertiggestellte Turmspitze ist bis heute schief und verdreht. Ein markantes Wahrzeichen der Altstadt.
       
   
Das Marburger Schloss ist eine der ältesten Burg- und Residenzanlagen in Hessen. Das Schloss wurde im 11.Jahrhundert als Höhenburg auf dem 287 Meter hohen Schlossberg erbaut. Der Landgraf ließ die Burg ab 1280 zur Residenz der Landgrafschaft Hessen ausbauen. Später wurde sie zur Festungsanlage ausgebaut. Im 19.Jahrhundert war hier u.a. das Gefängnis unterbracht. Heute werden Teile des Schlosses als Museum genutzt. Im Fürstensaal finden regelmäßig kulturelle Veranstaltungen statt.
 
Station 2 des „Grimm-Dich-Pfad“ befindet sich in der Marburger Oberstadt. Hier befindet sich die Märchenstation "der Wolf und die sieben Geißlein". Marburg ist als Studienort der Gebrüder Grimm und eng mit der Märchentradition verbunden. Der Gebrüder Grimm Pfad hat 15 Stationen in der Altstadt.
       
Am Samstag ging es nach Winterberg.
       
 
Das Kaffeehaus in Winterberg stach uns sofort ins Auge. Es ist ein historisches Fachwerkhaus, das nach dem verheerenden Stadtbrand 1791 neu errichtet wurde. Das Gebäude ging nach dem zweiten Weltkrieg in den Besitz einer Künstlerin über. Sie nutzte das Gebäude teilweise als Atelier und ein Teil wurde an eine Bücherei vermietet. Seit 2000 wird das Gebäude als Kunst- und Kultur-Cafe genutzt.
             
Das Haus Abels wurde 1759 erneuert und hat den Stadtbrand von 1791 überstanden. Nur 7 Häuser haben den katastrophalen Brand in Winterberg überstanden und zählen somit zu den ältesten Häusern der Stadt.
             
 
Die Pfarrkirche St. Jakobus blickt auf eine Geschichte bis ins 13.Jahrhundert zurück. Die Kirche wurde in den Jahrhunderten dreimal durch Stadtbrände völlig zerstört. Die heutige Kirche wurde zwischen 1796 und 1801 erbaut. Teilweise wurde der Bruchstein der abgebrochenen Stadtmauer wieder verwendet. Die Kirche liegt auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela.
       
Am frühen Nachmittag legten wir noch einen Stopp an dem Erlebnisberg Kappe in Winterberg ein. Zum Erlebnisberg zählt u.a. eine Sommerrodelbahn, eine Panorama-Erlebnisbrücke, ein Kletterwald, eine Fly-Line und ein Bikepark.
       
 
 
Die Panorama-Erlebnisbrücke ist 435 Meter lang und bis zu 20 Meter über dem Boden. Sie wurde 2006 eröffnet. Entlang des Weges gibt es fünf Abenteuerstationen, die optional genutzt werden können; eine Hängebrücke, Kletternetzte, Netzröhre, schwingende Elemente und Balancierpassagen.
                   
  Die Bobbahn Winterberg, Veltins-Eis Arena, ist eine der schnellsten und modernsten Kunsteisbahn der Welt. Die Bobbahn wurde im Dezember 1977 eröffnet. Sie ist 1.609 Meter lang, 15 Kurven, die Höhendifferenz von 110 Metern wird bei einem durchschnittliche Gefälle von 9,8 % gemeistert. Der Bob erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 140 Km/h.
                   
 
Ein Paar Fotos der Strecke
 
 
Die St.-Georg-Sprungschanze in Winterberg ist ein Wahrzeichen der Stadt. Die Schanze steht am Südwesthang des ca. 733 Meter hohen Herrloh. Bereits 1928 befand sich hier eine Naturschanze. Sie wurde mehrfach umgebaut und kann seit 2000 als Mattenschanze ganzjährig genutzt werden. Der Schanzenrekord liegt derzeit bei 90,0 Meter.
 
Der nächste Besichtigungspunkt war die Lennequelle. Sie ist mit ca. 830 Meter ü.NN die höchste Bergquelle des Sauerlandes. Das Wasser tritt zwischen zwei Quarz-Blöcken aus einem Drainagerohr aus. Die Lenne fließt zunächst Richtung Schmallenberg. Nach ca. 130 Kilometer mündet sie bei Hagen in die Ruhr.
 

Nach so einem besichtigungsreichen Tag konnten wir uns in unserem Hotel richtig gut stärken. Am nächsten Vormittag ging es nach dem Frühstück wieder nach Hause.