Rajasthan Rundreise - Teil 4

 
   

unsere Etappen:

Delhi _ Agra _ Fatehpur Sikri _ Jaipur _ Bundi _ Kota _ Chittorgarh _ Udaipur _ Kumbhalgarh _ Ranakpur _ Jodhpur _ Osian _ Jaisalmer _ Bikaner _ Zeltcamp _ Mandawa _ Delhi

 
     
Am 8.Tag hatten wir eine längere Etappe vor uns. Wir fuhren von Kota über Chittaurgarh nach Udaipur. Unterwegs kamen wir immer wieder an kleinere Verkaufsstände vorbei. Dieser Stand verfügt sogar über eine eigene Stromversorgung. Es gab immer wieder was Neues zu entdecken. Die Tour wurde zu keinem Zeitpunkt langatmig.
     
 
Einen weiteren Zwischenstopp legten wir am Mahanal Tempel in Chittaurgarh ein. Diese Tempelanlage wird nicht mehr genutzt, daher kanan man sie mit Schuhe betreten.
 
In Indien fällt man an jeder Ecke über die Autorikschas. Einige große Banken bieten Kredite zum Erwerb der Rikschen oder auch Tuk-Tuk benannt und bieten so jungen Indern den Weg zur Selbstständigkeit. Die meisten Rikschen haben weder Türen noch Sicherheitsgurte, aber ein schattenspendendes Dach. Diese Fahrzeuge werden überwiegend von männlichen Fahrern gesteuert. Viele Autorikschen haben eine zusätzliche Rückbank. Die Rikschen erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 50 km/h. Wir genossen die Fahrt auf der Rückbank. War ein tolles Erlebnis.

Chittorgarh

       
                   
   
  Mit dem Tuk-Tuk ging es rauf zur Festung Chittorgarh. Es ist das flächenmäßig größte Fort Indiens. Chittorgarh machte bereits im Jahre 1303 von sich Reden, als die Stadt kurz vor der Eroberung lag, starben Tausende von Frauen und Kindern freiwillig auf dem Scheiterhaufen. Die Festung liegt auf einem etwa 2,8 Quadratkilometern großem Felsen und ist von einer 11 Kilometer langen Mauer umgeben.  
 
Noch ein paar Eindrücke von der Festung. U.a. ist der neungeschossige pfeilerartige Turm sehenswert.  
 
Der nächste Tag begann mit einer Bootsfahrt auf dem Pichola-See. In unmittelbarer Nähe zum Stadtpalast ging es los. Der Pichola-See ist ein künstlicher Süßwassersee. Dieser entand im Jahre 1362 als man aus gestampfter Erde einen Damm baute. Der See ist ca. 4 Kilometer lang und 3 Kilometer breit. Der See wird nur in der Regenzeit Juli bis September von Regenwasser und kleinen Zuläufen gespeist. Zwischen 1998 und 2005 trocknete er fast aus.

Udaipur

       
 
                     
   
 

Mitten im See, auf eine der vier Inseln wurde ein Palast mit einem kleinen Park erbaut. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick über den See und zum Stadtpalast.

   
 
Der Stadtpalast thront mächtig am Nordwestufer über dem See. Er war damals der größte Palastkomplex in Rajasthan. Der Palast ist eigentlich eine Ansammlung von Gebäuden, die von verschiedenen Maharajas erbaut worden sind.
   
         
  Das Sonnenlicht, das durch die Buntglasfenster ins Innere kommt, lässt die herrlichen Wandmalereien und Kacheln in ihrem Glanz erstrahlen.  
         
 
Jeder Raum erstrahlt in einem anderen Glanz. Die Marmor- und Granitwände sind mit reichlichen Miniaturmalereien, Kacheln und Mosaiken aus Bund- und Spiegelglas verziert.
 
 
Durch die reichlich verzierten Torbogenfenster hat man einen herrlichen Blick auf Udaipur, die blaue Stadt. Udaipur gilt als die romantischste Stadt in Indien, oder auch Venedig des Ostens.
 
Es ging es über die belebte Straße weiter zum Jagdish Tempel. Nachdem wir die 32 steil ansteigenden Treppenstufen bezwungen hatten, ging es an den Elefantenstatuen vorbei in den Tempelvorhof. Hier tauschten wir unsere Wanderschuhe gegen Tempelsocken. Jetzt ging es in den 1651 erbauten Tempel.
 
Die gesamte Tempelanlage ist mit herrlich verzierten Steinmetzarbeiten versehen.
   
 
  Nach der Mittagspause ging es weiter zu einer Dorfschule, die von Gebeco unterstützt wird. Hier wurden wir herzlichst empfangen und erhielten einen kurzen Einblick in das Schulleben der bedürftigen Kinder. Die mitgebrachten Geschenke kamen sehr gut an.  
           
 
Anschließend ging es noch zu einer Miniaturkunstschule. Hier wurden wir in die Kunst der Feinmalerei eingewiesen. Der feinste Pinsel besteht aus einem Haar aus dem Schwanz des Streifenhörnchens. Als Leinwand dient hier u.a. gemahlener und gepresster Kamelknochen. Das so entstandene Bild leuchtet hinter einer Lichtquelle.
Den Nachmittag und den Sonnenuntergang genossen wir von unserem Balkon.
     
                                   
       

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